Als Autor selbst veröffentlichen – Ein kurzer Erfahrungsbericht

Auf der Seite www.literaturcafe.de habe ich einen interessanten Videostream zum Thema Selfpublishing gefunden. Die gemeinnützige Körber-Stiftung hat am 18. Oktober 2012 um 19 Uhr in Hamburg zu einer Disskussionsrunde aufgerufen, bei der unter anderem der der Fotograf Christian Popkes, die Autorin Tanja Dückers, Ina Fuchshuber von neobooks und der Chef des Literaturcafes Wolfgang Tischer mit NDR-Redakteur Christoph Bungartz über das Thema diskutierten.

Interessant deshalb, weil ich als Selfpublisher gerade mein erstes Buch herausgebracht habe und mir des riesigen Aufwands wohl bewusst bin. Klar, Selfpublishing hört sich gut an: Man schreibt, lektoriert, gestaltet sein Buch grafisch und macht den Drucksatz fertig. Und gleich danach geht es ans große Geld…

Selfpublishing ist nicht so einfach wie es aussieht

Das Selfpublishing nicht so einfach ist, kann ich nach nunmehr sechs Monaten harter Arbeit bestätigen. Hinter dem Begriff stehen eine Menge Zeit, Tränen und Schweiß. Alles muss allein, oder über Drittanbieter, abgewickelt werden. Wer selbst verlegt, hat zudem nicht immer die finanziellen Möglichkeiten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Schreiben ist dabei auch nur die eine Sache, das fertige Buch jedoch in eine leserfreundliche Form zu bringen, eine andere. Von der Vermarktung mal ganz abgesehen. Man ist ein Einzelkämpfer zwischen Verlagen und Tausenden schreibwütigen Mitbewerbern. Alles in allem, bin ich nach wie vor gern Selfpublisher, habe aus dem ersten Projekt viel gelernt, habe die Unterstützung durch viele tolle Leute erhalten, kann aber mit Gewissheit sagen – ich habe noch nicht ausgelernt.

Um auf dem riesigen Buchmarkt zu bestehen, müssen auch Selbverleger einen gewissen Standard einhalten, um nicht unterzugehen oder den gesamten Markt mit Quatsch zu überfluten. Um ein vernünftiges Lektorat kommt keiner herum, das habe ich nach anfänglichen Startschwierigkeiten nun auch begriffen. Mein Ratgeber ging durch viele Testleser-Hände. Selbst ist man einfach zu nah am Buch, weiß wie diese oder jene Aussage gemeint ist oder übersieht den Fehlerteufel gern, der auf der Tastatur sitzt und regelmäßig Buchstaben vertauscht.

Alles in allem, wird auch mein nächstes Projekt, ein Ratgeber im Selbstverlag. Allerdings sind die Voraussetzungen nun schon anders, all die Fehler, die ich im ersten Buch gemacht habe, werde ich nicht wiederholen. Das bringt mir sicher eine Zeitersparnis von ein bis zwei Monaten 😉

Hier sind meine Bücher zu finden:

Amazon Kindle: „Endlich ein Schulkind“ als eBook für 2,68 Euro

„Endlich ein Schulkind“ als Taschenbuch für 4,98 Euro

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4 Gedanken zu “Als Autor selbst veröffentlichen – Ein kurzer Erfahrungsbericht

  1. Hallo Sandra-Maria!

    Ich bewundere Menschen, die sich trauen, die ganze Arbeit des Selbstverlegens auf sich zu nehmen. Dank der neuen digitalen Möglichkeiten wird das ja auch leichter. Ich selbst lese sehr gern Texte von Indie-Autoren – das ist einfach mal etwas anderes und ich finde es gut, dass die E-Book-Preise von Indies günstiger sind als diejenigen von Verlagsbüchern. Das steht einfach in keinem Verhältnis. Ich stöbere öfter mal auf XinXii – kennst du diese Plattform? Finde ich dort auch deinen Ratgeber? XinXii kann ich nur empfehlen. Liebe Grüße

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    • Ab Dezember findest du meinen Ratgeber auch dort. Da ich bei diesem jetzigen Projekt noch etwas blauäugig war, habe ich mich leider für drei Monate an Amazon gebunden. 😦 Das bereue ich mittlerweile. Wie gesagt, noch vor Weihnachten werde ich auch auf die anderen Plattformen ausweichen. LG zurück

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    • Ob es wirklich leichter wird, muss wohl jeder selbst beurteilen 😉 Schließlich hat man als Selfpublisher alles von Schreiben bis Vermarktung selbst in der Hand. Ich kann mir gut vorstellen, dass man durch diese vielfältigen Möglichkeiten auch schnell mal den Überblick verliert. http://veroeffentlichen-heute.de spricht übrigens die Vor- und Nachteile des Selfpublishings an. Man sollte sich deshalb gut überlegen, ob man sich dem großen Arbeitsaufwand stellen möchte, und ob man in der Lage ist, erfolgsversprechend zu arbeiten.

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      • Das stimmt! Der Arbeitsaufwand ist riesig. Den Überblick kann man dabei allzu leicht verlieren. Ich für meinen Teil habe daraus gelernt, werde die Fehler vom ersten Mal sicher nicht wiederholen und bin gespannt, wie das nächste Projekt läuft. Danke für den Link-Hinweis! Viele Grüße, Sandra

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