#10secrets – 5. Mit der Figur musste ich lange kämpfen

Tag 5 der #10secretsofmybook-Challenge

Die für mich komplizierteste Figur beim Schreiben war eindeutig Caros Mutter, weil ich mich zwischendrin und hinterher immer mal wieder selbst erkannt habe. Während des Schreibens war ich dann nicht nur Autorin, die eine Geschichte aus der Sicht von Caro geschrieben hat, sondern auch Mutter, die permanent das RICHTIG und FALSCH abwägen wollte. Das resultierte wahrscheinlich daraus, dass ich den Roman anfangs nur für meine Tochter und mich schreiben wollte – mit uns beiden in der Hauptrolle. Doch im Laufe der Story musste ich umschwenken und mit jedem Konflikt wurde es dabei komplizierter … letztendlich haben Caro und ihre Mutter permanent gestritten. Und das ging gar nicht. Bis zuletzt hat mir diese Figur mindestens drei bis fünf graue Haare beschert.

Dabei ist Maman eigentlich das typische Muttertier – sie will beschützen, sie will, dass es ihren Kindern gut geht, sie will alles richtig machen und sie will im Urlaub so wenig Konflikte wie möglich! Da ich selbst eher konfliktscheu bin, hatte ich mit dem Mutter-Tochter-Dings meine größten Schwierigkeiten. Aber Streit ist in jeder Familie unvermeidbar, wenn der eine etwas will, dass der andere komplett ablehnt. Letztendlich kommt es doch auf die Argumente und die Kompromissbereitschaft an, daraus das Beste zu machen. #thatslife

Figuren fragen, Autorin antwortet – mit Julie Dumont

Julie: War ich echt so anstrengend?

Autorin: Auf jeden Fall! Und hätte meine Lektorin sich nicht über dich beschwert, wäre es mir gar nicht aufgefallen. Weil ich fand, du hattest in vielen Situationen recht.

Julie: Danke. Wenigstens eine, dir mir zustimmt. Wir Mütter müssen zusammenhalten!

Autorin: Naja, letztendlich habe ich Caros Geschichte geschrieben …

Julie: Und damit ein Problem heraufbeschworen, dass die gesamte Familie betrifft, aber daran kann jetzt auch niemand mehr etwas ändern. Sag mal, die Farbe Orange … hast du darüber eigentlich länger nachgedacht?

Autorin (kratzt sich am Kopf): Anfangs nicht, wenn ich ehrlich bin. Ich brauchte eine schnell erkennbare Farbe, die über den ganzen Strand leuchtet. Und nachdem ich diese Tatsache beschlossen habe, strahlte mir am Strand so einiges entgegen … aber am krassesten waren die neonorangefarbenen Badehosen. Voilà! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Eigentlich mochte ich die Farbe vor dem Roman nicht einmal.

Julie: Autoren sind seltsam.

Autorin: Willst du wissen, was ich erst kürzlich herausgefunden habe?

Julie (sieht auf die Uhr): Aber fass dich kurz, ich muss Nico gleich vom Fußballtraining abholen. Also?

Autorin: Orange ist in der Farblehre DIE Farbe der Veränderung. (Guckt erwartungsvoll zu Julie) Veränderung, du verstehst?

Julie: Na danke auch! Hättest du eine andere Farbe ausgesucht, wäre mir das Ende womöglich erspart geblieben?

Autorin (schüttelt den Kopf): Bestimmt nicht. Immerhin ist Caro ziemlich dickköpfig.

Julie (lacht): Von wem sie das wohl hat?

Autorin: Öhm …

Veröffentlicht von SaMaRia

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