Zwölf Stunden Zugfahrt und einen Plot später

Zug fahren hat viel Positives: man kann die Landschaft bewundern, anderer Leute Gespräche belauschen, vielleicht ein längst überfälliges Buch lesen. Auf meiner Fahrt von Cottbus nach Iserlohn habe ich all dieses getan. Schließlich hatte ich fast zwölf Stunden Zeit, denn unser ursprünglich geplanter Zug viel wegen technischer Defekte aus und wir wurden von Leipzig aus quer durch Deutschland umgeleitet.  Eine Abenteuerfahrt der etwas anderen Art, aber die Nintendos waren zum Glück aufgeladen.

Für mein NaNoWriMo-Projekt habe ich also im ICE von Leipzig nach Wiesbaden mit Zwischenstopp in Frankfurt/Flughafen meine Geschichte durchgeplottet und bin ziemlich zufrieden.

Mein Protagonist war mit meinen Vorschlägen für den Fortlauf der Geschichte einverstanden und hat kein eigenwilliges Eigenleben entwickelt. Allerdings hat er sich ungeplanterweise in eine nette Dame verliebt – was ich mit dieser Information seinerseits anfange, weiß ich noch nicht. Eigentlich hat er dafür gar keine Zeit und wir wissen doch alle, die wir mal irgendwann verliebt waren, was die Liebe aus einem rational denkenden Menschen macht … Vielleicht schaffe ich es noch, ihm diese Liebesgeschichte auszureden. Das Mädel ist nichts für ihn!

Noch einen Tag, bis NaNoWriMo – ich freue mich!

Wie bereite ich mich auf NaNoWriMo richtig vor?

Nur noch wenige Tage, bis der National Novel Writing Month erwartungsvoll vor der Tür steht und um Einlass bittet. Meine diesjährige Teilnahme habe ich im Kopf beschlossen und werde sie mit Hilfe meiner Tastatur auch vollenden. Aber so richtig vorbereitet bin ich noch nicht.

Was fehlt? Nun, die Idee steht, die Personen sind seit Monaten anwesend und blockieren mal das Bad, mal die Küche und nächtigen im Büro (ihr solltet sehen, wie es dort aussieht …). Und trotzdem habe ich den Eindruck, dass auch diesmal nach 10.000 Worten Schluss ist.

Was mir fehlt ist eindeutig ein funktionierender Plan: Wann schreibe ich? Wie kann ich meinen Tag so strukturieren, dass die zusätzliche Schreibzeit nicht den Rahmen des Möglichen sprengt oder meine Aufgaben als Familienmanagerin negativ beeinflusst? Und vor allem, wie halte ich mir Karl-Heinz vom Hals? Nein, nicht meinen Gatten, sondern meinen Schweinehund!

Ich werde tief in mich  hineinhorchen, einige Yoga-Übungen machen, noch einen Kaffee trinken und dabei ein ordentliches NaNoWriMo-Konzept ausarbeiten. Noch vierzehn Tage. Der Countdown läuft …

 

NaNoWriMo: Ja, bin i denn narrisch?

Nach fast 10.000 Worten beim NaNoWrimMo traf mich gestern ganz unverhofft ein böswilliger Geistesblitz. Dieser fragte mich, ob ich noch alle beisammen hätte, innerhalb von 30 Tagen einen Roman zusammenzuschustern. (Bisher dachte ich, ich hätte sie alle …)

Aber, ist der Zweifel einmal gesät, geht die Motivation ganz schnell den Bach runter. Mein Vorhaben ist gefährdet und mein Hauptprotagonist, zugegebenermaßen wurde er im Laufe der 10.000 Wörter sympatischer, als ich es vorhatte, hat noch nicht einmal seinen ersten Feierabend hinter sich…

Vielleicht gönne ich dem armen Mann einfach mal ein paar Tage frei. Soll er doch mit Frau und Kind etwas unternehmen: Schwimmen gehen, Fahrrad fahren oder ein Museum besuchen. Vielleicht haben wir danach beide wieder mehr Puste für den restlichen Monat.

Also, Hajo, mache dir ein paar schöne Tage! Wir sehen uns nächste Woche. Deine Autorin.