Manege frei für „Circus Pandemonium“

Verquere Gedanken lassen sich am besten mit skurriler Schreibmusik in wahnwitzigen Geschichten einbetten …

Circus Pandemonium von A.C.T. ist eine Mischung aus kitschigem Musical, Rock-Oper und abgedrehter Jahrmarktmusik mit Melodic- und Progressive-Rock-Elementen und zeitweisen metallernen Einschlägen. Erinnert ein bisschen an Dream Theater und Pain of Salvation – also genau die richtige Schreibmusik für mich 😀

Die Krux mit meiner „Ipsel-Geschichte“ und des Problems Lösung: Tuomas Holopainen!

Wie bereits erwähnt, brauche ich Musik zum Schreiben. Damit ich in die Geschichte abtauchen kann, die passende Schreibstimmung mich packt und der Film vor meinem inneren Auge zur Folge hat, dass ich ihn zu Papier – Pardon: zu PC – bringe.

Meine Musikdatenbank ist reich bestückt – und doch fehlte mir ganz entschieden die passende Schreibmusik zur Ipsel-Geschichte für meinen Jüngsten. Nachdem er sie beim letzten Vorleseabend als – O-Ton Kind: „Mama, nicht böse sein, aber die Geschichte ist blöd“ – abgetan hat, war ich zuerst frustriert, dann etwas angesäuert. Nach nochmaligem Durchlesen musste ich meinem Jüngsten allerdings recht geben. Der Geschichte fehlte das gewisse Etwas – jedenfalls für einen Fünfjährigen!

Dagobert

Und dann fiel mir diese geniale Doppel-CD „The Live and Times of Scrooge McDuck“ von Tuomas Holopainen in die Hände. Holopainen, seinerzeit Keyboarder, Hauptsongwriter und Gründungsmitglied der finnischen Symphonic-Metal-Band ‚Nightwish‘, erfüllte sich mit der Vertonung der Backroundstory um Onkel Dagobert einen Kindheitstraum. Das Soloalbum des Finnen basiert auf der gleichnamigen Grafiknovelle von Don Rosa – wer Comics aus Entenhausen mag, wird dieses Epos um Dagoberts Millionen lieben!

Aber um noch einmal auf die Krux mit meiner Geschichte zurück zu kommen: Jetzt habe ich endlich meine Ipsel-Schreibmusik gefunden, die verrückt, verzaubert und verspielt genug ist, um der Kindergeschichte für meinen Jüngsten gerecht zu werden.

Dieses Album ist der Hammer – epochal, wild-romantisch und verträumt, darüber hinaus mit großartiger Orchesterkulisse, Chorgesängen und Dudelsackmusikraffinessen. Die Doppel-CD bietet zudem das vollständige Album als Instrumental-Version. Für mich als Schreiberling also absolut perfekt.

Tracklist des Albums:

01. Glasgow 1877

02. Into The West

03. Duel & Cloudscapes

04. Dreamtime

05. Cold Heart Of The Klondike

06. The Last Sled

07. Goodbye, Papa

08. To Be Rich

09. A Lifetime Of Adventure

10. Go Slowly Now, Sands Of Time

Meine Schreibmusik – schon wieder drei Alben verheizt

Ich schreibe mit Musik. Jedenfalls meistens. In der Regel lasse ich mich von der Musik inspirieren. Es läuft ein Titel und schon kommen Gedanken, Impulse oder Ideen zum Vorschein, die ich ohne Musik nicht hätte.

Meinen Einschulungsratgeber habe ich, nicht wie Ihr vielleicht denkt mit Kindermusik, sondern, komplett mit dem Album „Black Clouds & Silver Linings“ von Dream Theater geschrieben.

Wer mal reinhören mag (hier gibt es die instrumentalen Hörproben):

Der Mutter-Kind-Kur-Ratgeber entstand unter Mitwirkung von drei verschiedenen Alben. Darunter Avenged Sevenfold „Live in the LBC/ Diamonts in the Rough“, und zwei Alben von Royal Republic. Nicht unbedingt die Musik, die zum Schreiben inspiriert? Nun was glaubt Ihr, wie schnell Finger tippen können, wenn die Musik entsprechend schnell ist … hihi

Leider kann ich nach dem Abschluss einer Arbeit diese Musik nicht mehr hören. Nicht nur, weil ich sie tagein tagaus gehört und zu ihr geschrieben habe, sondern weil mich bei jedem neuen Schreibprojekt die Geister des vorangegangenen Inhalts verfolgen. So bedeutet der Abschluss einer Arbeit, gleichzeitig die Suche nach der passenden neuen Schreibmusik für das nächste Projekt.

Zur Zeit überarbeite ich allerdings gerade den Mutter-Kind-Kur-Ratgeber und darf noch ein wenig länger hören.

Wie ist das bei Euch? Schreibt Ihr mit oder lieber ohne Musik? Braucht Ihr die absolute Ruhe oder darf im Hintergrund gedudelt werden?