Schwierigkeiten mit der Überschrift

Die Überschrift einer Geschichte, eines Artikels oder eines Romans wird vom Leser als erstes wahrgenommen. Sie leitet das entsprechende Textprodukt ein, soll den Leser am besten sofort am Kragen packen und in die Geschichte hineinziehen, ohne den Inhalt vorwegzunehmen und damit die Spannung zu mindern. Gute Überschriften brechen die Erwartungen des Lesers und machen neugierig.

Das hört sich einfach an – es klingt auch logisch. Warum fällt es mir dann teilweise so schwer die Logik in die Tat umzusetzen? Ich gebe zu, mit Überschriften habe ich meine ganz eigenen Probleme. Oft grüble ich an den Titeln länger herum, als am Rest der Geschichte – meist mit mäßigem Erfolg.

So aber mal nicht

Ein Beispiel, wie es überhaupt gar nicht funktioniert, ist meine Tomaten-Bilder-Geschichte. Der Titel „Kommt alles anders“ sagt weder aus, worum es in etwa geht, noch macht er den Leser neugierig auf das Geschehen. Gibt es von euch vielleicht Verbesserungsvorschläge? Dann immer her damit!

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Auch die Bildergeschichte „Lydia“ besitzt einen nichtssagenden Titel – den Namen hat die Autorin, so macht es den Anschein, nur eingesetzt, weil ihr nichts besseres eingefallen ist. „Stimmt!“, sagt die Autorin und grübelt, wie sie diesem Titel-Problem am ehesten beikommen könnte.

Lesen und Lernen

Schreiben ist ein Handwerk, ohne Frage. Es gehört mehr dazu, als mit einer Portion Talent und einigen hundert Fans die Buch-Welt erobern zu wollen. Nur weil ich die Bohrmaschine bedienen kann, macht mich das noch nicht zum Hausmeister! Es gibt zahlreiche Schreibratgeber, die einem Autor helfen, sich in der Welt der Buchstaben zurecht zu finden: Sol Stein „Über das Schreiben“, Alexander Steele „Creative Writing – Romane und Kurzgeschichten schreiben“ oder auch Wie man einen verdammt guten Roman schreibt von James N. Frey.

Aber auch im Internet lässt sich das Autoren-Handwerkszeug erlernen:

www.anleitung-zum-schreiben.de

www.schreiblabor.com

Rhetorik und Literatur

Allerdings nützt alles nichts, wenn man weiß, wo im Bücherregal die Ratgeber stehen, wenn sie nicht gelesen und die angebotenen Hilfestellungen berücksichtigt werden. Darum werde ich mich nun in mein stilles Kämmerchen zurückziehen und die Titel meiner Kurzgeschichten neu überdenken.

Bis demnächst

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52 Bücher #2: Es geht auf kulinarisch-literarische Weltreise

Ich mache in diesem Jahr bei Fellmonsterchens Blogparade 52 Bücher mit. Nachdem ich in der ersten Woche den Termin verpennt habe (oder besser gesagt – ich war einfach überfordert mit dem viel zu einfachen Thema … siehe hier) habe ich mir in der zweiten Woche auch viel Zeit gelassen. Diesmal war ich überfordert meiner zur Auswahl stehenden Bücher. Die Challange heißt in dieser Woche:

Stell dir vor, du könntest dein Frühstück, dein Mittag und dein Abendessen auf verschiedenen Kontinenten einnehmen, wohin würdest du reisen, was würdest du essen und welche Bücher würdest du auf die Reise mitnehmen?

Wie nicht anders zu erwarten war, haben sich meine Lieblingsbücher um die Nominierung geschlagen. Jedes Einzelne beanspruchte die Alleinherrschaft für sich. Nun – ich musste mich entscheiden und es ist mir nicht leicht gefallen.

Mein Frühstück in Paris

Frühstück in Paris – da werden Erinnerungen wach. Es war 1998 – ich war jung und noch voller Illusionen … Gut, lassen wir das! Wir schreiben das Jahr 2013 – jung bin ich schon lange nicht mehr und die Illusionen haben sich nach und nach in Luft aufgelöst, sind der harten Realität gegenüber getreten.

Zum Frühstück in Frankreichs Hauptstadt reicht mir ein Café au lait – zur Not noch ein Croissant, aber ich will mir den Appetit für das Mittagessen nicht verderben – und die spannende Geschichte von Tanja Kinkel „Die Schatten von La Rochelle“. Ich bin seit frühester Jugend ein Fan von Tanja Kinkel. Sie hat meine Liebe für historische Romane geweckt. Detailgetreu, facettenreich und mit genug Überraschungspotential.

Zum Mittagessen nach Argentinien

Von Europa geht es flugs nach Buenos Aires ins Jahr 1976. Ich treffe mich dort mit „Harry“ (dem jungen Helden aus dem Buch „Kamschatka“ von meinem Lieblingsschreiberling Marcelo Figueras) und seinen Freund Bertuccio zum Mittagessen. Es gibt die legendären Schnitzel von Bertuccios Mutter und danach ein TEG-Spiel.

Weil die Familie von „Harry“ nach dem Militärputsch kurzfristig untertauchen muss, bin ich nach dem Mittagessen auch schon wieder weg. Außerdem hat er mich beim Spielen geschlagen 😉

Auf zum „Restaurant am Ende des Universums“

Der Abend ist noch jung. Ich treffe mich mit Zahod Beeblebrox, Arthur, Ford und Trillian im „Restaurant am Ende des Universums“ – der Schreibers des Buches mit gleichnamigem Titel soll auch noch vorbeikommen, habe ich gehört. Wir trinken einen Pangalaktischen Donnergurgler und genießen die Aussicht mit Garantie auf einen Knall … 🙂