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Das Schönste am Schreiben – die Recherche Teil 2: Lebendiger Lebenslauf

Was wäre ein Romanheld ohne einen spannenden Lebenslauf? Nichts, als ein blasser Charakter auf dem Papier. Protagonisten müssen leben und atmen, um den Leser zu fesseln.

Hier kommt nun die Autorin ins Spiel. Nach Herzenslust werden die Lebensläufe der Protagonisten frisiert, bis diese auf die Helden der Geschichte zugeschnitten sind. Und nichts macht mehr Spaß, als Lebensläufe erfinden.

Aus dem Nähkästchen!

Der Name für meinen Protagonisten steht. In akribischer Kleinstarbeit habe ich für den jungen Mann den Namen Xhavit Berbati ausgesucht, ihm einen Geburtstag hinzugefügt und seine äußeren Merkmale zu Papier gebracht.

Für diesen Punkt der Charakteristik suche ich mir, dem Internet sei Dank, Bilder, die mir helfen meinen Protagonisten zu beschreiben. Falls ihr jetzt ein Bild zu diesem Namen im Internet sucht: Meine Protagonisten werdet ihr dort nicht finden 😉

berbati1

Neben den Äußerlichkeiten, dem sozialen Umfeld und der persönlichen Geschichte meines Characters, lässt ihn die Sprache/ das Verhalten im Roman erst wirklich lebendig werden. Wie redet er? Mit den Händen, mit dem ganzen Körper? Welche Gesten zeichnen ihn aus und helfen dem Leser beim Widererkennen? Hat er einen Akzent? Einen Sprachfehler? Was sagt er am liebsten? Welche charakteristischen Worte nutzt er? Worüber spricht er mit Freunden und wie gibt er sich privat?

Der Xhavit Berbati aus meiner Geschichte ist ein siebzehnjähriger Kerl, geboren und aufgewachsen in Deutschland, aber mit albanischem Migrationshintergrund. Er steht zwischen den Stühlen, nicht ganz Albaner, nicht ganz Deutscher. Wie setze ich das in der Geschichte um? Ich habe mich entschlossen, den Kerl auf Albanisch fluchen zu lassen. Die passenden Schimpfwörter  habe ich dieser Seite entnommen. Ich werde sie wohl oder übel demnächst von meinen Schülern mal auf Richtigkeit überprüfen lassen 😉

Wie ihr seht, sind die Spalten oben noch gähnend leer. Damit sich das ändert, werde ich jetzt an meiner Personenbeschreibung weiterarbeiten. Mein Protagonist bekommt nämlich noch einen Gegenpart, der auch einen eigenen Lebenslauf benötigt. Also, packen wir’s an!

 

Das Schönste am Schreiben – die Recherche Teil 1: Namensfindung

Das aktuelle Romanmanuskript ist fertig – Zeit, um mit dem nächsten zu beginnen.

Am Anfang steht die Recherche. Meine liebste Lieblingsbeschäftigung, weil ich dabei nicht über Rechtschreibregeln, Grammatik oder den richtigen Erzählton nachdenken muss. Recherchieren ist Entspannung pur.

Die Idee für mein nächstes Projekt geistert mir schon lange im Kopf herum. Immer wieder musste ich mich während der Schreibphase des letzten Romans daran erinnern, nicht gedanklich vorzugreifen und im aktuellen Thema zu bleiben. Damit ist jetzt Schluss. Mein „Hahn ist tot“ liegt derzeit zum Testlesen in verantwortungsvollen Händen. Die Zeit des Wartens kann ich nun endlich mit der Recherche meines nächsten Romanprojekts füllen.

Wie finde ich einen passenden Namen für meine Protagonisten?

Als Jäger und Sammler habe ich mir einen Ordner angelegt, in dem ich – das hört sich sicher seltsam an – die Todes- und Geburtsanzeigen der hiesigen Tageszeitung aufbewahre. Auf der Suche nach regionalen Namen hilft das ungemein. Auch die Namen der Abiturienten, die in der Zeitung veröffentlicht werden, geben manchmal den entscheidenden Ausschlag.

Wer auf Namenssuche für einen Protagonisten geht, kann sich auch im Spam-Ordner seines Mailpostfaches hervorragend bedienen. Zu irgendwas müssen die ganzen Spams ja schließlich gut sein.

Namensforschung für Autoren?

Auf den folgenden Seiten lassen sich besonders Familiennamen recherchieren, darüber hinaus geben Übersichtskarten Auskunft über die Verteilung des entsprechenden Namens.

Die Seite Geneanet hilft bei der Suche nach dem Ursprung eines Namens und greift auf Datenbanken bis 1500 zurück. Ich habe das mal für meinen Nachnamen im Jahr 2017 erstellt. Leider muss man sich nach einigen Seitenklicks registrieren. Ist aber kostenlos.

erdmann

Hier zum Vergleich der Nachname Erdmann um 1600. Witziges Spielzeug, aber auch ein interessantes Tool, um Nachnamen mit Regionen zu verbinden. Wer international schreibt, findet auf dieser Seite dann auch die internationale Verteilung. Ihr glaubt nicht, wo ich den Nachnamen Erdmann noch überall gefunden habe. 🙂

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Ähnlich aufgebaut ist die Seite verwandt.de. Auf  GenWiki gibt es einen Überblick über verschiedenen Datenbanken und Namensforschungsprojekte. Wer Spaß an Statistiken hat, wird die Seite Namespedia.com lieben.

Jetzt wünsche ich euch fröhliches Recherchieren und viel Erfolg auf der Suche nach dem passenden Namen für euren Protagonisten.

Mein Vorlesetraining und die Auswirkungen

Mein wunderschönes jungfräuliches Manuskript für die Lesung der „Waldstadtstifte“ im März, musste sich den knallharten Vorbereitungsregeln unterwerfen. Das Ergebnis – in Farbe und bunt – kann sich sehen und hoffentlich auch hören lassen. 😉

Perfektion mindert die Produktivität…

… jedenfalls in meinem Schreibprozess!

In meinen Anfängen habe ich Kurzgeschichten geschrieben. Das war, wie das Wort besagt, eine kurze, meist schmerzlose Angelegenheit. Kurzgeschichten flossen aus meinen Fingern über die Tastatur hinein in den Bildschirm. Kleine Änderungen, mal hier und da etwas kürzen, fertig. So eine Kurzgeschichte habe ich aus dem Hut gezaubert. Gut, sie war stilistisch nicht perfekt. Aber man lernt ja. Weiterlesen

Ohne Plot geht gar nichts

Das habe ich jetzt auch endlich begriffen!

dein Profilbild

Angefixt, meine verrückten Ideen in einem Roman unterzubringen, wurde ich bei meinem ersten Schreibseminar im Iserlohner Literaturhotel mit Kathrin Lange. Thematisch befassten wir uns damals mit Figurenbau und der Frage, wie muss meine Hauptfigur auftreten, damit sie publikumstauglich wird.

Es folgte ein Seminar über das spannenste Genre überhaupt, Thriller, und ein weiteres über die passende Erzählperspektive. Daraufhin hatte ich mehrere Ideen entwickelt, die ich unbedingt in einem Roman verpacken wollte. Das hilfreich gewesene Seminar zum Thema Plotten, hatte Kathrin leider vor meiner aktiven Schreibphase gehalten. Alle schienen genau darüber bescheid zu wissen, von einem befreundeten Autor habe ich sogar die passenden Karteikarten bekommen und im Schnelldurchlauf wurde das Thema beim letzten Seminar angesprochen. Für diejenigen, die daran teilgenommen hatten, ein Aha-Erlebnis, für mich die absolute Katasthrophe.

Plotten hieß für mich bis dato: Alles, was mir für meinen Roman wichtig erscheint oder mir einfällt auf Karteikarten niederzuschreiben. Die letzten zwei Jahre habe ich auf ein Plotseminar in meiner Nähe gewartet, mich beim Versuch, es ohne zu schaffen, hin und her gewunden, gequält, tonnenweise Papier vernichtet und das Romanschreiben fast drangegeben.

Dann habe ich angefangen zu lesen 😉

Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten seinen Roman zu potten. Die Zeit bis zum nächsten Schreibseminar wollte ich nun mit dem Lesen verschiedener Schreibblogs zubringen und mich über die verschiedenen Plotarten informieren.

Ich will gar nicht näher auf die Inhalte der einzelnen Arten eingehen, dass haben die Autoren der Blogs selbst wunderbar hinbekommen. Sogar so gut, dass ich die für mich passende Plotart gefunden habe und mit meinem Projekt endich starten konnte.

Hier habe ich einige aufgelistet, die mir echt weiter geholfen haben. Es gibt so unglaublich viele Schreibratgeber im Netz, dass ich die unmöglich alle auflisten kann. Klickt euch da mal durch und schaut euch die unterschiedlichen Ansätze vom 7-Punkte-Plan bis zur Schneeflockenmethode mal genauer an 🙂

Markus Johanus

Dirk Eickenhorst

Schriftsteller-werden.de

Rindlerwahn-Blog

 

 

Alles E-Book, oder was? Autoren, Verleger und Leser diskutieren

Alles e-Book, oder was? Autoren, Leser und Verleger diskutieren

Huch, da hat sich doch ein „altes“ Foto in meiner Datenbank versteckt. Die illustre Runde diskutierte auf der Frankfurter Buchmesse 2012 über das Thema eBooks. Wer mehr über die Diskussion erfahren möchte folgt einfach dem Link zur Seite des Veranstalters Markstein Software/ Tango Publishing. Die Dame mit den roten Stiefeln bin übrigens ich höchstpersönlich… 😉

 

Im Aufnahmestudio des Fölok – Bürgerradios!!!

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Im Aufnahmestudio des Fölok - Bürgerradios!!!

Da sitzen sie, die beiden Hübschen: Völlig entspannt nach der Aufnahme im Studio. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten des Bürgerradio-Rechners mit dem Musikgeschmack der eingeladenen Autorin, ging alles ganz reibungslos von Statten. Danke, Claus Karst, für die Einladung ins Literatur-Magazin WortArt, welches am 8. Oktober um 21.04 Uhr auf den Frequenzen von Radio MK übertragen wird und zeitgleich im Radioplayer im Internet www.radio-mk.de zu hören ist. *breit grins* Ich habe hier mein erstes Buch „Endlich ein Schulkind“ vorgestellt und ein paar Texte zum Besten gegeben.